Baksteen Oost

Im Stuttgarter Osten soll auf einem ehemaligen Betriebsgelände ein neues Wohnquartier entstehen. »Baksteen Oost« soll ein Baustein davon sein.

Seine Form ist aus einer streng geometrischen Skulptur abgeleitet, dennoch ist die architektonische Struktur flexibel und kann sich verschiedensten Nutzungen und Gegebenheiten anpassen. Als Wohnhaus bietet es verschiedene Wohnformen, die vor allem um die Frage kreisen, wie ein gemeinschaftliches Wohnen in der Zukunft aussehen kann. Gleichzeitig gibt es »Joker-Räume«, welche einerseits zu verschiedenen Wohnungen hinzuaddiert werden können, andererseits aber auch autonom als kleine Einheit zum Arbeiten oder als Gemeinschaftsraum funktionieren.

Typologisch ist das Gebäude als »Wandhaus« gedacht: Die Wand als formales Element dominiert den Entwurf, sie ist gestaltgebend und tragend. Die Konstruktion ist als monolithisches Mauerwerk aufgebaut: Innen tragen und dämmen Hochlochziegel, außen wird Klinker als Verbund vorgemauert. Die Oberflächen werden dabei sowohl außen als auch innen nicht verkleidet oder verblendet, sondern alle Materialien bleiben offen sichtbar und führen zu einer rohen Ästhetik.

Die Klinkerfassade ist dabei nicht nur eine Reminiszenz an die Skulptur von Kirkeby, die den Auftakt für den Entwurf gab, sondern die Materialität geht unmittelbar auf die Umgebung ein, indem die Steine der abgerissenen Industriebauten wiederverwendet werden. So reduziert das Gebäude seinen ökologischen Fußabdruck und bettet sich gleichzeitig optimal in seinen Kontext ein.

Studierende

Anna Kempf
Bachelor Architektur
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

Betreuende

Prof. Marianne Müller

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